Wie wir arbeiten —
und warum.

Benchmarks, Vorgehensweisen und Einordnungen aus über 1.000 Entscheider-Gesprächen im DACH-Markt. Keine allgemeinen Ratgeber — sondern das, was wir in Kundenprojekten tatsächlich beobachten.

Einordnung

Warum Terminquoten als Versprechen wenig taugen

Jede Quote hängt davon ab, was überhaupt als Termin gezählt wird. Worauf Sie stattdessen achten sollten.

Terminquoten klingen nach Vergleichbarkeit, sind es aber selten. Wird jeder Rückruf, jedes „melden Sie sich in einem halben Jahr nochmal" als Termin gewertet, lässt sich fast jede Zahl darstellen. Wer Ihnen ohne Definition eine Quote nennt, verkauft Ihnen eine Rechengröße, keine Leistung.

Sinnvoll ist deshalb, vorher die Zähleinheit zu klären: Steht der Termin fest im Kalender? Ist der Gesprächspartner entscheidungsbefugt oder maßgeblich beteiligt? Gibt es ein bestätigtes Thema? Erst wenn das definiert ist, sagt eine Quote überhaupt etwas aus — und dann unterscheidet sie sich je nach Produkt, Preispunkt und Zielgruppe erheblich.

Der größte Hebel ist ohnehin selten das Skript, sondern die Zielliste: Je präziser die Segmentierung, desto besser das Ergebnis — bei gleichem Aufwand pro Gespräch. Fragen Sie einen Dienstleister lieber, wie er qualifiziert und was er nicht übergibt, als nach einer Prozentzahl.

Vorgehen

Zielkundenprofil: die vier Ebenen, die wirklich zählen

Branche und Unternehmensgröße reichen nicht. Was ein Profil braucht, damit Akquise-Volumen und Abschlussquote zusammenpassen.

Ein tragfähiges Zielkundenprofil arbeitet auf vier Ebenen: Firmendaten (Branche, Größe, Region), eingesetzte Software, organisatorische Merkmale (gibt es die passende Rolle überhaupt?) und Auslöser — also Situationen, in denen das Thema akut wird.

Die dritte Ebene wird am häufigsten übersehen. Wenn Ihre Lösung eine Rolle voraussetzt, die es in Unternehmen unter einer bestimmten Größe schlicht nicht gibt, ist jedes Gespräch dort verlorene Zeit — unabhängig von der Gesprächsqualität.

Ebenso wichtig sind Ausschlusskriterien. Eine saubere Negativliste spart in der Praxis mehr Zeit als jede zusätzliche Datenquelle.

Einordnung

Telefonakquise oder Inbound — was wann sinnvoll ist

Beides funktioniert, aber auf unterschiedlichen Zeitachsen. Eine nüchterne Gegenüberstellung ohne Lagerdenken.

Inbound baut Vertrauen auf und senkt langfristig die Akquisekosten — braucht aber typischerweise sechs bis zwölf Monate, bis daraus planbare Pipeline entsteht. Telefonakquise liefert schneller Termine, skaliert linear mit Aufwand und erzeugt keinen bleibenden Bestand.

Praktisch heißt das: Wer kurzfristig Pipeline braucht — etwa vor einer Finanzierungsrunde oder bei einem konkreten Umsatzziel — kommt an Outbound schwer vorbei. Wer bereits stabil wächst, sollte parallel in Inhalte investieren.

Der häufigste Fehler ist, beides gleichzeitig halbherzig zu starten. Ein Kanal richtig gemacht schlägt zwei Kanäle nebenbei.

Vorgehen

Was einen Termin qualifiziert — und was nicht

Die Kriterien, nach denen wir vor der Übergabe prüfen. Und warum ein abgesagter Termin manchmal das ehrlichere Ergebnis ist.

Vor jeder Übergabe klären wir vier Punkte: Ist der Gesprächspartner entscheidungsbefugt oder maßgeblich beteiligt? Passt das Unternehmen zum vereinbarten Profil? Gibt es einen konkreten Anlass? Und ist ein realistisches Zeitfenster erkennbar?

Fehlt einer dieser Punkte, geht der Termin nicht ins CRM des Kunden. Das senkt kurzfristig unsere abrechenbare Menge — erhöht aber die Abschlussquote im Sales-Team und schützt die Reputation unserer Kunden im Markt.

Zu jedem Termin gehört der dokumentierte Gesprächskontext — je nach Setup direkt im CRM des Kunden oder in unserem System. Ein Termin ohne Kontext ist für das Closing-Team kaum mehr wert als ein kalter Kontakt.

Einordnung

Eigenes SDR-Team oder auslagern — die vollständige Rechnung

Gehalt ist nur ein Teil. Was Aufbauzeit, Fluktuation und Führungsaufwand über zwei Jahre tatsächlich kosten.

Ein eigener SDR verursacht nicht nur Gehalt, sondern auch Recruiting, Einarbeitung und laufende Führung. Bis konstante Ergebnisse entstehen, vergeht in der Praxis mehr Zeit, als die meisten Planungen vorsehen.

Die selten kalkulierte Größe ist Fluktuation. SDR-Rollen haben eine der höchsten Wechselquoten im Vertrieb. Bei einem Wechsel nach zwölf Monaten beginnt der Aufbau von vorn — inklusive Wissensverlust.

Ein eigenes Team lohnt sich, sobald das Volumen dauerhaft hoch ist und Outbound zur Kernkompetenz werden soll. Für die Phase davor — oder für einen zusätzlichen Kanal ohne dauerhafte Personalfixkosten — ist Auslagern meist die nüchternere Entscheidung.

Vorgehen

Warum ein schlechter Anruf teurer ist als kein Anruf

Im Software-Markt kennt man sich. Was unvorbereitete Akquise langfristig kostet.

Entscheider in einer Branche sprechen miteinander — auf Messen, in Verbänden, in Netzwerken. Ein unvorbereiteter Anruf kostet deshalb nicht nur einen Kontakt, sondern beschädigt die Wahrnehmung der Marke bei mehreren.

Das ist der Grund, warum wir vor jedem Gespräch recherchieren und lieber weniger, dafür passendere Unternehmen ansprechen. Volumen lässt sich jederzeit erhöhen; ein verbrannter Markt lässt sich nicht zurückholen.

Praktisch heißt das auch: Wir sagen ab, wenn ein Zielmarkt zu klein für belastbare Volumina ist. Lieber kein Auftrag als ein Auftrag, der der Marke unseres Kunden schadet.

Frage offen geblieben?

30 Minuten, konkrete Fragen zu Ihrem Markt, Ihrer Zielgruppe und Ihrer Pipeline. Ohne Verkaufsagenda.